50 Jahre TC Stelle – ein Rückblick

Als am 5. Juni 1969 – in Steffi Grafs Geburtsjahr- im Porth’s Gasthof 34 Sportler den Tennisclub TC Stelle im TSV gründeten, rechnete niemand damit, dass sich dieser zum größten Tennisclub im Norden Niedersachsens mit heute über 400 Mitgliedern und 29 Mannschaften entwickeln würde.
Mit nur zwei Plätzen starteten die ersten Tennisspieler am 15.8.1970 den Spielbetrieb, nachdem der Frühsommer herhalten musste, um in Eigenregie und -arbeit die eigenen Tennisplätze zu bauen und eine Flutlichtanlage zu installieren, die bei den meisten Tennisclubs nicht einmal existiert.
Ein neues Wetterhäuschen diente im Folgejahr als erstes Clubheim, ein weiteres Jahr später entstanden infolge stetigen Mitgliederzuwachses zwei weitere Tennisplätze. Zwei Jahre später (1974) wurde Deutschland Weltmeister und die Mitglieder des TC Stelle spielten nun schon auf sieben Tennisplätzen.
Da auch im Winter Tennissport betrieben werden sollte, erbauten die TC’ler 1975 eine 2-Feld Tennishalle mit Clubraum. 1977 komplettierten drei weitere neue Spielfelder die Tennisanlage des TC Stelle auf zehn Außenplätze – dies entspricht auch dem heutigen Stand.
Sportlich meldete der TC Stelle im Niedersächsischen Tennisverband NTV stetig Mannschaften erfolgreich zum Punktspielbetrieb. Konkurrierte man im Jahr 1977 nur mit 90 Mannschaften in allen Altersklassen im NTV Bezirk Lüneburg Stade, so entwickelte sich der Tennissport in den Folgejahren so rasant, dass im selben Bezirk in 1993 über 1400 Teams um die Staffelsiege kämpften.
Ein Jahr vor dem mit dem Wimbledonsieg von Boris Becker beginnenden Tennisboom, platzte die Tennishalle an der Kurzen Heide aus allen Nähten und wurde 1984 um einen Anbau und zwei weitere Indoor-Plätze erweitert.
Die Geselligkeit stand bei den Mitgliedern des TC Stelle immer hoch im Kurs und folgerichtig plante man in 1992 die Errichtung eines großen Clubhauses mit Gastronomie, dazu Umkleiden, Duschen und Toiletten als Service für den Spielbetrieb.
Dank guter Pflege durch Mitglieder und Platzwarte überdauerte die Tennisanlage des TC Stelle die nächsten 20 Jahre mit dem Tennisboom ohne große Investitionen in Sanierungsmaßnahmen, doch im Frühjahr 2013 erhielten sechs der zehn Tennisplätze moderne Tennisforce-Oberflächen, die eine teure Frühjahrsaufbereitung überflüssig machten.
Hohe Energieeinsparungen erzielt der TC Stelle seit dem letzten Jahr im Betrieb der Tennishalle nach Austausch der herkömmlichen Neon-Beleuchtung durch hocheffiziente und sparsame LED-Lampen. Im Zuge der Baumaßnahmen wurde auch der alte abgenutzte Teppichboden durch einen modernen Sport-Teppichbelag ersetzt.
In allen Jahren seit seiner Gründung verzeichnet der TC Stelle eine sehr erfreuliche und zufriedenstellende Mitgliederentwicklung, die nicht dem Trend in anderen Tennisvereinen folgt. Ein gutes Serviceangebot an die Mitglieder sorgt für sportliche Verwirklichung und Betätigung, für Wohlbefinden und angenehme Club-Atmosphäre. Außerordentlich gute Jugendarbeit durch die Tennisschule Sven Beeken sichert Mannschaftserfolge von Landesliga bis Regionsklasse und zieht talentierte Jugendliche in den Bann des Tennissports und des Vereins.
Gut aufgestellt und durch ein engagiertes dynamisches Team geführt, blickt der TC Stelle zufrieden auf die 50 Jahre Vereinsgeschichte und positiv erwartungsvoll in die Zukunft.

Hoher Besuch beim Rolli-Tennis

Hoher Besuch bei den Tennis-Rollies des TC Stelle

Einen vorweihnachtlichen DTB-Termin in Hamburg nahm der Bundestrainer Christoph Müller für Rollstuhl-Tennis zum Anlass für einen Besuch bei der letzten Trainingseinheit der Tennis-Rollies des TC Stelle im Jahr 2017. Viele gute Tipps und Ratschläge hatte er im Gepäck für die Gruppe der sportlichen Rollstuhlfahrer um Tennistrainer Dirk Retzlaff, der seine Schützlinge derzeit zweimal in der Woche in der Stelle Tennishalle über die Plätze scheucht. Doch schon jetzt freuen sich die Spieler auf die Sommersaison – finden sie doch beste Bedingungen auf den Tennis-Force-Plätzen der Steller Tennisanlage.

Bereits auf vierzehn Teilnehmern ist das Projekt „Rolli-Tennis“ in den letzten Monaten angewachsen, das in Norddeutschland bisher die einzige Möglichkeit für Tennisspieler mir Handicap ist, gemeinsam in einer Gruppe zu trainieren. Dementsprechend groß ist auch der Einzugsbereich mit Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen und Spieler nehmen an- und Abfahrten von über eineinhalb Stunden in Kauf.

Einen geregelten Punktspielbetrieb wie bei den „Fußgängern“ gibt es bei den Rollies nicht, dafür starten sie bei Turnieren in Deutschland und im nahen Ausland (z. B. Niederlande, Tschechien).

Sehr zur Freude der Rollstuhl-Sportler überreichte der Geschäftsführer Andre Lönnies der Firma Mobilcentrum Lönnies GmbH aus Seevetal einen Satz neuer Trikots für die gemeinsamen Auftritte bei Turnieren – finanzieren sich die Tennis-Rollstuhlspieler bisher hauptsächlich aus eigener Tasche.

Die Anschaffung eines Sport-Rollstuhls kann mehrere tausend Euro kosten, Beiträge und Hallenmiete – vom TC Stelle zwar deutlich reduziert und gesponsert – und Fahrtwege im Spezialfahrzeug summieren sich über das Jahr auf und machen einen Einstieg in die Sportart Tennis nicht eben leicht. Dass der Tennistrainer Dirk Retzlaf bisher seine Trainings-Zeit unentgeltlich zur Verfügung stellt kann auf Dauer nicht so bleiben, schließlich muss auch er seine Familie ernähren. So sind die Rollies des TC Stelle angewiesen und dankbar auf Spenden, die es ein wenig erleichtern, während ihrer sportlichen Betätigung ihr Handicap vielleicht für einen Augenblick zu vergessen.

 

Fotos: Burkhard Wiesener – zur Veröffentlichung freigegeben

Personen auf den Fotos:

Rollies, von links: Jane Möller, Mario Marni, Thorben Böhm, Mathias Albanus, Klaus Redwanz, Alfred Hovestadt, Dorothee Vieth, Klaus Brzoska

Hinten stehend, von links:  Dirk Retzlaff, Andre Lönnies, Christoph Müller

Der TC zieht sportlich Bilanz

Bild von links nach rechts:
Burkhard Wiesener, Uwe Hellwege, Jens Meinerzhagen, Kay Brunhöber, Jens Borgschulte und Frank Gröne (Vorsitzender TC Stelle). Auf dem Bild fehlen die Spieler Peter Hilmer und Thorsten Gennis.

Halbzeit: TC Stelle zieht sportlich Bilanz

Die Sommersaison 2017 ist abgeschlossen, die ersten Punktspiele in der Halle stehen unmittelbar bevor – es ist Zeit für eine sportliche Bilanz im TC Stelle, dem mitgliederstärksten Tennisverein in der nördlichsten Region des Niedersächsischen Tennisverbandes – in der Region Süderelbe (Landkreise Harburg-Land, Stade und Cuxhaven).
In die Außensaison gestartet war man mit 17 Erwachsenen- und 8 Juniorenteams in die Jagd um die ersten Plätze oder zumindest den Klassenerhalt.
Einen Staffelsieg und den damit verbundenen Aufstieg in die Bezirksebene feiert die erste Herren 50 um Mannschaftsführer Uwe Hellwege und den Vereinsvorsitzenden Frank Gröne. Erst am letzten Spieltag stand der Gesamtsieg nach einem knappen Erfolg mit 4:2 über den TV Welle fest. Am Vortag hatte der VfL Maschen den schon sicher geglaubten Aufstieg beim Heimspiel gegen den SV GW Helvesiek mit einem Remis noch einmal spannend gemacht. Ein Sieg gegen Helvesiek hätte dem VfL gereicht, ebenso ein Unentschieden im Spiel Stelle – Welle. Am Ende reichte bei Punktgleichheit den Stellern ein einziger Matchpunkt mehr zum Aufstieg.
Von den acht gestarteten Steller Jugendmannschaften sicherten sich gleich fünf Teams – Junioren A, Junioren B, Junioren C, Midcourt Jungen 1 und Midcourt Jungen 2 – den Staffelsieg, davon gleich vier Teams ausschließlich mit Siegen an allen Punktspieltagen. Um die beste Punktspielmannschaft einer Region zu ermitteln, spielen in einer zusätzlichen Endrunde alle Staffelsieger in einem Playoff gegeneinander – auch hier setzten sich in allen ausgetragenen Endrunden mit Steller Beteiligung die Steller Teams auch als Regionssieger durch.
Während die meisten Erwachsenenteams in der Sommersaison ihre Spielklasse mit einem Platz im Mittelfeld halten konnten, erwischten in diesem Jahr gleich vier Mannschaften nur einen Platz am Tabellenende. Die ersten Damen müssen sich nach dem Abgang ihrer besten Spielerin zum diesjährigen Saisonbeginn erst einmal konsolidieren und Verstärkung suchen, um in der Verbandliga wieder punkten zu können, die zweite Herren 30 und die erste Herren 40 hoffen im nächsten Jahr auf weniger Verletzungsausfälle und einen direkten Wiederaufstieg. Auch die dritte Herrenmannschaft möchte im nächsten Jahr wieder angreifen und plant den Weg zurück in die Bezirksklasse.

Bemerkenswert ist auch das Engagement der Tennisveteranen des TC Stelle. Mannschaftlich spielen nur noch elf Teams mit Mindestalter 75 überhaupt im Norden Deutschlands Tennis. In der Nordliga, der zweithöchsten Spielklasse erreichten sie einen dritten Rang  – Anreisen bis Bückeburg oder Hildesheim sind für sie seit vielen Jahren schon Gewohnheit.
Unmittelbar vor der Tür steht jetzt die Hallensaison, für die der TC Stelle neun Erwachsenenteams gemeldet hat. Aushängeschild des Vereins sind die ersten Damen und ersten Herren, die sich jeweils in der Landesliga gegen sechs Mitbewerber behaupten müssen. Als Saisonziel gesetzt ist zunächst der Klassenerhalt.
„Wir freuen uns jetzt nach der Sommersaison erst einmal auf  hochklassige und spannende Begegnungen in der Steller Tennishalle“, resümiert Sportwart Jens Meinerzhagen, „dann planen wir bereits im Januar die nächste Außensaison und sehen einmal, wie wir den Mannschaften bei der Umsetzung ihrer Ziele helfen können.“

Burkhard Wiesener

Unsere Rolli’s sagen DANKE!!

Zeit um Danke zu sagen!

Unsere Rollstuhltennisspieler bedanken sich an dieser Stelle herzlich beim Mobilcentrum Lönnies!

Anfang des Jahres wurden alle Spieler rund um Trainer Dirk Retzlaff durch das Mobilcentrum Lönnies mit einem komplett neuen Trikosatz ausgestattet. Dadurch können unsere Rollis bei all ihren Aktiviäten auf verschiedensten Turnieren in ganz Deutschland einheitlich unseren Verein vertreten.

Herzlichen Dank für diese Unterstützung!

www.mobilcentrum-loennies.de